Warum Quantitative Easing die Reichtumsungleichheit erhöht

Wenn die Wirtschaft vor der Gefahr durch enormer Instabilität steht und die Senkung der Zinsraten durch die Zentralbank keinen Erfolg hatte, werden enorme Summen Euro durch die Zentralbank in die Wirtschaft gepumpt um diese zu stimulieren und den Konsum zu erhöhen. Manche bezeichnen es auch als Helikopter-Geld, um zu veranschaulichen, dass Geld aus einem Helikopter geworfen wird. Tatsächlich sind die Geldempfänger jedoch nicht so zufällig wie bei einem solchen Beispiel bei dem eher die ärmere Schicht der Gesellschaft der Geldempfänger wäre.

Der gewollte inflationäre Effekt hieraus hat das Ziel eine Deflation zu vermeiden, welche dafür sorgen würde dass der Konsum gesenkt wird, weil die Konsumenten bei einer Deflation zum sparen verleitet werden, was das Wirtschaftswachstum abbremst und zu einer Rezession führen kann. Zudem erhöht eine Deflation den Wert der Verschuldung des Staates und somit auch die zu leistenden Zinszahlungen an die Gläubiger des Staates. Eine Deflation kann so eine Staatspleite verursachen während eine Inflation dem Staat erlaubt sich weiter zu verschulden.

Quantitative Easing sorgt für vorübergehende Stabilität, hat aber den Effekt dass die Milliardäre sich enorm daran bereichern können, während kaum etwas von dem Geld bei den Lohnarbeitern ankommt. Die Milliarden eines QE Programms verlieren aufgrund der in sich auslösenden Inflation mit jedem Geldempfänger an Wert. So sind die Aktionäre der Großkonzerne als Erstempfänger noch enorm begünstigt, ändert sich das wenn das inflationierte QE Geld die Lohnarbeiter erreicht.

In den Worten von Ökonom Anthony Randazzo: „Quantitative Easing ist im Fundament ein Umverteilungs-Programm, welches den Reichtum derjenigen erhöht, welche bereits im Finanzsektor arbeiten oder diejenigen welche bereits Häuser besitzen, aber kaum etwas davon erreicht den Rest der Wirtschaft. Es ist eine der Hauptursachen von Einkommens-Ungleichheit.“

Ein Bericht der Bank of England zeigt auf, dass ihr QE Programm den Wert von Aktienanleihen um 26% (ca. $970 Milliarden) erhöht hat, während hierbei 40% dieser Gewinne nur die reichsten 5% der Briten erreicht. Im Jahr 2013 hat ein früherer Angestellter der US Zentralbank ein dramatisches Eingeständnis gemacht, als dem Wall Street Journal mitteilte:

Die Zentralbank stellt QE als eine Maßnahme vor um der ‚Main Street‘ zu helfen [..] was das Programm aber wirklich ist: Die größte Hintertür Wall Street Rettung aller Zeiten.“

Die sich aus dem QE Programm ergebende künstliche Inflation ist nichts anderes als eine zusätzliche sich im Produktpreis versteckende Steuer für die Konsumenten. Durch künstliche Inflation bewahrt sich der Staat vor einer Staatspleite, weil der Wert der Staatsverschuldung und die sich daraus ergebenen Zinsleistungen sich durch die Inflation verringert.

Werbeanzeigen