In Nordkorea bahnt sich womöglich eine Katastrophe an

Die internationale Staaten-Gemeinschaft unter Führung der Vereinigten Staaten von Amerika – hat fatale Sanktionen gegen Nordkorea verhängt und sogar China hat sich diesen angeschlossen.

Ziel dieser Sanktionen ist es die nordkoreanische Kim-Diktatur zu schwächen und womöglich eine Rebellion innerhalb Nordkoreas zu entfachen. Die lange Zeit der kommunistischen Diktatur hat jedoch dafür gesorgt, dass die totalitären Strukturen derart festgefahren sind, dass es ausgeschlossen ist, das die Sanktionen gegen Nordkorea zu einem Regimewechsel führen werden, denn der Kommunismus ist zu tief in Staat und Kultur des Volkes verankert. Das Einzige was die Sanktionen verursachen werden ist noch mehr Leid und Elend im größten Freiluftgefängnis der Welt.

Nordkorea hatte 2016 ein Wirtschaftswachstum von über +3% und dann 2017 ein negatives Wachstum von -3,5%. Das ist ein Verlust an Wirtschaftskraft von 6,5% innerhalb eines Jahres.

Zwei von Fünf Nordkoreaner sind dadurch heute unterernährt! Insgesamt sind 13 Millionen Nordkoreaner unterernährt! (Quelle Bank of Korea und Chicago Council On Global Affairs).

Der nächste Winter könnte in Nordkorea zu einer Katastrophe führen!

Doch wie konnte der Konflikt so weit kommen, dass er nun in solchen Sanktionen eskaliert? Warum rüstet Nordkorea nicht einfach ab?

Um die Situation verstehen zu können ist ein Blick in das 20. Jahrhundert notwendig. Nordkorea musste im Koreakrieg die vielleicht größten Bombenangriffe in der Geschichte erleiden. Das Land wurde dem Erdboden gleich gemacht – und als die Ziele ausgingen, wurden von den US-Amerikanern die Staudämme zerstört – was durchaus als Kriegsverbrechen zu klassifizieren ist. Die damit verbundene Flut, hat zusätzlich unmengen Häuser und Reisernten zerstört. Der Koreakrieg hatte eine enorme Anzahl an nordkoreanischen Opfern zu verbuchen. Es sollte also nicht verwundern, wenn die Nordkoreaner sich heute durch atomwaffenfähige B52 Bomber, welche an ihrer Grenze patrouillieren bedroht fühlen.

Ein Blick in die nähere Vergangenheit ist hierbei auch interessant. Im Jahr 1994 hat Präsident Bill Clinton das ‚Framework Agreement‘ mit Nordkorea getroffen; Inhalt war die Vereinbarung dass Nordkorea seine Bestrebungen eine Atombombe zu bauen stoppen sollte und die USA dafür keine bedrohlichen Militärübungen mit Südkorea mehr durchführen würde. Das hatte bis in die 2000er Jahre funktioniert, denn Nordkorea hat das Atomwaffenprogramm vereinbarungsgemäß nicht fortgesetzt.

Als jedoch George W. Bush Präsident wurde, hat dieser mit Sanktionen gegen Nordkorea begonnen und öffentlich als Teil der ‚Achse des Bösen‘ dargestellt. Daraufhin hat Nordkorea sein Atomwaffenprogramm wieder fortgesetzt. Eine erneute Friedensvorschlag gab es 2005 von Seiten Nordkoreas, in dem Nordkorea sich einverstanden erklärte das Atomwaffenprogramm still zu legen, wenn ein Nichtangriffspakt zwischen Nordkorea und den USA unterschrieben wird und die Drohungen sowie die harten Sanktionen durch die US-Amerikaner beendet werden.

Desweiteren wollte Nordkorea die Erlaubnis Uran aus medizinischen und weiteren Gründen anzureichern. George W. Bush hat diesen Vorschlag abgelehnt und stattdessen den Versuch unternommen Nordkorea finanziell zu destabilisieren – daraufhin hat Nordkorea das Atomprogramm wieder fortgesetzt. Jahrelang bestand der Vorschlag von Nordkorea das Atomprogramm einzustellen fort, wenn die Vereinigten Staaten von Amerika die Militärmanöver mit Südkorea beenden – dies wurde jedoch von den USA bis zur Präsidentschaft von Trump wiederholt abgelehnt.

Mit Trump haben sich die Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea etwas entspannt, jedoch hält auch Trump an den Sanktionen fest und nimmt das Risiko in Kauf eine humanitäre Katastrophe zu verursachen, in dem die USA nicht nur selbst Sanktionen gegen Nordkorea ausüben, sondern dies auch von allen anderen Nationen der Welt verlangen. Da USA haben die Macht dazu und das nordkoreanische Volk muss leiden.

Deutschland darf dieser sich anbahnenden Katastrophe nicht tatenlos zusehen, sondern muss handeln. Es müssen Gespräche mit Diktator Kim geführt werden über eine schrittweise Liberalisierung der Marktwirtschaft und eine reale Entwicklungshilfe aus Deutschland. Reale Entwicklungshilfe kann aber niemals die Erbringung von Geldzahlungen sein, sondern nur die Bereitstellung von Agrarmaschinen und Know-How. Wenn die Deutschen es schaffen sollten die Bedrohung durch eine Hungerkatastrophe abzuwenden, könnten die neuen Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Nordkorea von großem Wert für beide Nationen sein. Das dieser radikale Alleingang Deutschlands zunächst nicht von den USA gerne gesehen wird, ist zu erwarten, aber letztlich würden womöglich zehntausende, vielleicht sogar hunderttausende Menschenleben dadurch gerettet werden.

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